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Stipendienprogramm zum Studierendenaustausch mit Israel

Stipendienprogramm zum Studierendenaustausch mit Israel

Presseinformation vom

Studierende sowie Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aller Universitäten in Niedersachsen und Israel können sich bewerben – Wissenschaftsministerium sagt jährliche Unterstützung mit 50.000 Euro für die nächsten drei Jahre zu

Gemeinsame Forschung und Austausch in der Lehre: Studierende und Forschende aus Niedersachsen und Israel profitieren von einem neuen Stipendienprogramm, das aktuell an der Leibniz Universität Hannover aufgebaut wird. Auch der Landesverband der Jüdischen Gemeinden und das Unternehmen Sartorius in Göttingen haben in den vergangenen Jahren begonnen, diesen Austausch zu organisieren und zu unterstützen. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat zugesagt, das Programm mit 50.000 Euro pro Jahr zunächst für drei Jahre zu fördern. Weitere 25.000 Euro steuert der Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen bei; 15.000 Euro jährlich hat das Unternehmen Sartorius zugesagt und die Leibniz Universitätsgesellschaft Hannover e. V. beteiligt sich mit 3.000 Euro pro Jahr. Weitere Spender - beispielsweise aus der Industrie - sind willkommen. Im Sommer 2020 startet ein Internetportal, über das die Stipendienvergabe abgewickelt wird.

"Die langjährige Tradition der niedersächsisch-israelischen Forschungsprojekte wird dank vielfältiger Unterstützer um einen wichtigen Baustein ergänzt: Mit den neuen Förderangeboten für die junge Generation setzen wir gemeinsam ein Zeichen, dass Israel auch in den kommenden Jahren ein besonderer Partner beim wissenschaftlichen Austausch bleiben wird. Dafür danke ich allen Beteiligten", so Wissenschaftsminister Björn Thümler.

"Das Land Niedersachsen fördert bereits seit über 40 Jahren Forschungskooperationen zwischen niedersächsischen und israelischen Einrichtungen", sagt Prof. Dr. Thomas Scheper vom Institut für Technische Chemie der Leibniz Universität Hannover, der das neue Stipendienprogramm koordiniert. "Speziell Studierende in Master- und Graduiertenstudiengängen werden durch das Stipendienprogramm unkompliziert die Möglichkeit erhalten, sich in Partneruniversitäten in einem speziellen Gebiet weiterzubilden und diese Weiterbildung in den Heimatstudiengängen angerechnet zu bekommen", erklärt Scheper.

Das Programm richtet sich an alle Mitglieder von Universitäten in Niedersachsen und Israel; auch Studierende von Universitäten der palästinensischen Gebiete können für einen Austausch mit niedersächsischen Einrichtungen berücksichtigt werden. Vorgesehen sind Stipendien für vier- bis sechswöchige Aufenthalte von Studierenden, für sechs- bis achtwöchige Aufenthalten von Postdocs sowie Besucherstipendien, die die Teilnahme an Kongressen in Verbindung mit dem Besuch an Universitäten ermöglichen. Weiteres Angebot sind so genannte Incubator Grants, die es niedersächsischen und israelischen Partnern ermöglichen, beispielsweise gemeinsame Forschungsanträge vorzubereiten.

Das Fördergeld des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) fließt zu 80 Prozent in Stipendien, der Rest steht zur Verfügung, um im zweijährigen Rhythmus die Israel-Niedersachsen-Konferenz durchzuführen und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Teilnahme mittels Reisestipendien zu ermöglichen. Bei der Konferenz werden Forschungsarbeiten aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, den Bio- und Lebenswissenschaften, der Medizin, den Naturwissenschaften, der Mathematik und den Ingenieurswissenschaften präsentiert, die das MWK finanziell fördert. Oberbürgermeister Belit Onay begrüßt die Kooperation mit wissenschaftlichen Einrichtungen in Israel. Die Landeshauptstadt Hannover wird die Konferenz sowie eine jährliche Summer School unterstützen.

Hinweis an die Redaktion:

Für weitere Informationen steht Ihnen Prof. Dr. Thomas Scheper, Institut für Technische Chemie, unter Telefon +49 511 762 2509 oder per E-Mail unter scheper@iftc.uni-hannover.de gern zur Verfügung.