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Emotion und Arbeit – Zur Ökonomisierung von Gefühlen in der Arbeit (SP2-114W)
28 Jan
28. Januar 2019 29. Januar 2019
Workshop im Modul Betriebliches Gesundheitsmanagement und Arbeitsgestaltung

Emotion und Arbeit – Zur Ökonomisierung von Gefühlen in der Arbeit (SP2-114W)

Ziele

Die Rolle von Gefühlen in Arbeitsprozessen vor dem Hintergrund der neuen Formen von Arbeit stehen im Zentrum des Kurses. Er gibt einen Überblick über entsprechende Konzepte (Gefühls-, Emotions- Interaktionsarbeit, affektives Kapital). Zudem bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, über den eigenen Umgang mit Gefühlen in ihrem Arbeitsprozess und den entsprechenden Auswirkungen auf das persönliche Wohlbefinden zu reflektieren. Im Fokus steht die Frage, welche Mechanismen dazu führen, dass Gefühlsarbeit negativ oder positiv erlebt wird. Darüber hinaus bietet der Kurs die Möglichkeit zur kritischen Auseinandersetzung mit der veränderten Rolle von Gefühlen im Kontext gesellschaftlicher Trends.

Inhalt

  • Formen der Gefühlsarbeit
  • Die Rolle von Emotionen in den neuen Formen von Arbeit
  • Auswirkungen von Gefühlsarbeit auf das persönliche Wohlbefinden und mögliche Verursachungs- oder Bedingungsfaktoren
  • Mögliche Zusammenhänge zwischen der Ökonomisierung von Gefühlen und dem aktuellen Trend zur Selbstoptimierung

Was haben Gefühle in Arbeitsprozessen zu suchen? Die Zeiten sind noch nicht lange vorbei, in denen Gefühle im Arbeitskontext allenfalls als irrelevant - wenn nicht sogar als Störfaktoren galten. Mittlerweile sind Gefühle wie auch weitere subjektive Kompetenzen wie "emotionale Intelligenz", Kommunikationsfähigkeit und Empathie aus kunden- und dienstleistungsorientierten Arbeitsprozessen nicht mehr wegzudenken. Um Kundinnen und Kunden zufrieden zu stellen, zu begeistern oder sogar glücklich zu machen, wird von Arbeitskräften explizit oder implizit erwartet, dass sie ihre Gefühle und subjektiven Kompetenzen in den Arbeitsprozess einbringen. In aktuellen Dienstleistungs- und Wissensökonomien (z.B. Post und Bahn) bilden Gefühle eine wichtige Ressource, eine Art "affektives Kapital", welches im Sinne ökonomischer Interessen gewinnbringend einzusetzen ist.

Referent/Referentin

Prof. Dr. Axel Haunschild, Institut für interdisziplinäre Arbeitswissenschaft

Dr. Eva Clasen, Institut für interdisziplinäre Arbeitswissenschaft

Dr. Christiane Perschke-Hartmann, Institut für interdisziplinäre Arbeitswissenschaft

Nachweis für den Studienschwerpunkt SP2 - Betriebliches Gesundheitsmanagement und Arbeitsgestaltung

18 Plätze / 20 Stunden / Hannover / 300 € (für Gäste 400 €)

Montag, 28.01.2019 / 09:00 - 17:00 Uhr

Dienstag, 29.01.2019 / 09:00 - 17:00 Uhr

Veranstalter

Institut für interdisziplinäre Arbeitswissenschaft

Termin

28. Januar 2019 29. Januar 2019
09:00 Uhr - 17:00 Uhr

Anmeldefrist

21. Januar 2019

Kontakt

Sekretariat
Institut für interdisziplinäre Arbeitswissenschaft
Schloßwender Str. 7
30159 Hannover
Tel.: 0511/ 762 4846
Fax: 0511/ 762 3966
sekretariat@wa.uni-hannover.de

Ort

Institut für interdisziplinäre Arbeitswissenschaft
Geb.: 1208
Raum: C101
Nirwana
Schloßwender Str. 7
30159 Hannover
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