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Warum Sprache verletzen kann. Rassismustheoretische Überlegungen
20 Dez
20. Dezember 2018
PROJEKT LEIBNIZWERKSTATT. SPRACHE, MIGRATION UND VIELFALT: KRITISCHE, HISTORISCHE UND PÄDAGOGISCHE ANNÄHERUNGEN

Warum Sprache verletzen kann. Rassismustheoretische Überlegungen

Der bundesdeutsche Innenminister bezeichnet Migration als Mutter aller Probleme. Ist das rassistisch? Ist dies herabwürdigende Rede? Und wenn, wer wird dadurch abgewertet, wer aufgewertet? Rassismus – dies darf als rhetorischer Konsens in der deutschsprachigen Öffentlichkeit gelten – ist etwas “Schlechtes”. Gleichwohl existieren an rassistische Denk- und Empfindungsschemata anschießende Praktiken und verletzen, z. B. durch Sprache. Da Sprechen als soziale Praxis Teil gesellschaftlicher Verhältnisse ist und diese auch von Rassismen vermittelt sind, werden durch sprachliche Praktiken herabwürdigende Bilder. In meinem Vortrag will ich u. a. solchen Fragen nachgehen: Wann ist Sprechen rassistisch? Wer legt dies wie fest? Ab wann sind Sprechverbote legitim? Wer legt diese fest? Wer setzt diese durch? Wie kann vermieden werden, dass der Diskurs über Rassismus selbst zu einem rassistischen Diskurs wird?

Keine Anmeldung ist erforderlich. Alle sind herzlich eingeladen.

Referent/Referentin

Prof. Dr. Paul Mecheril (Center for Migration, Education and Cultural Studies, Universität Oldenburg)

Paul Mecheril lehrt am Institut für Pädagogik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und ist Direktor des Center for Migration, Education and Cultural Studies. An der Universität Münster promovierte er in Psychologie, an der Universität Bielefeld habilitierte er sich im Fach Erziehungswissenschaft. Er beschäftigt sich unter anderem mit dem Verhältnis von Zugehörigkeitsordnungen und Bildung.

Veranstalter

  • Projekt LeibnizWerkstatt
  • Leibniz School of Education & Deutsches Seminar

Termin

20. Dezember 2018
16:00 Uhr - 18:00 Uhr

Kontakt

Frau Radhika Natarajan
Leibniz School of Education
Lange Laube 32
30159 Hannover
radhika.natarajan@lehrerbildung.uni-hannover.de

Ort

Conti Hochhaus
Geb.: 1502
Raum: 103
Königsworther Platz 1
30167 Hannover
Standort anzeigen

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