29 Mai
29. Mai 2019
»MITTWOCHS UM VIER«: VORTRAGSREIHE DES PROJEKTS LEIBNIZWERKSTATT ZU SPRACHE, MIGRATION UND VIELFALT

Die ethnische Falle

Wie in einem Brennglas hat die Causa Özil 2018 die Begriffsverwirrung in der deutschen Öffentlichkeit sichtbar gemacht, die aus der verspäteten Wahrnehmung einer ethnoheterogenen Gesellschaft gefolgt ist. Die wichtige Differenz von Ethnos und Demos ist auf der Suche nach Identität verschwunden. Das Stichwort »Multikultur« beschreibt nur oberflächlich die Veränderung der Beziehung von Kultur und Gesellschaft. Kultur wird ethnifiziert, ohne das synkretistische Potenzial einer diversen Gesellschaft erkennen zu lassen.

Referent/Referentin

Prof. Dr. (em.) Detlev Claussen (Institut für Soziologie)

Detlev Claussen studierte an der Universität Frankfurt am Main, promovierte 1978 und habilitierte sich 1985 an der Universität Hannover. Nach seiner Lehrtätigkeit an den Universitäten Göttingen, Duisburg und Marburg hatte er seit 1994 den Lehrstuhl für Gesellschaftstheorie, Kultur- und Wissenschaftssoziologie am Institut für Soziologie der Universität Hannover inne. Von 1966 bis zu dessen Selbstauflösung 1970 war er Mitglied im Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS), von 1973 bis 1990 Mitglied im Sozialistischen Büro und in der Redaktion der Zeitschrift links. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Antisemitismus, Xenophobie, Nationalismus, Rassismus, Migrationsbewegungen, Kultur- und Wissenschaftssoziologie, Gesellschaftstheorie und Psychoanalyse.

Veranstalter

Projekt LeibnizWerkstatt - Deutsches Seminar und Leibniz School of Education

Termin

29. Mai 2019
16:00 Uhr - 18:00 Uhr

Kontakt

Frau Radhika Natarajan
Leibniz School of Education
Lange Laube 32
30159 Hannover
radhika.natarajan@lehrerbildung.uni-hannover.de

Ort

Conti Hochhaus
Geb.: 1502
Raum: 103
Königsworther Platz 1
30167 Hannover
Standort anzeigen

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