20 Jan
20. Januar 2020
Ein Gespräch mit Fotojournalist und EU-Parlamentarier Erik Marquardt

Seenotrettung im Mittelmeer

Menschen in Seenot müssen gerettet werden — immer, auf jeden Fall. »Oder soll man es lassen?«, fragte vor zwei Jahren Die Zeit, weil — ja, warum eigentlich? Weil ein permanenter Ausnahmezustand normal geworden scheint, an Trumps Mauer wie im Mittelmeer. So lassen sich Werte, Rechtsnormen, sogar Fakten relativieren. Audiatur et altera pars, wägt dann der humanistisch Gebildete, man höre auch die andere Seite! Und was soll da diskutiert werden? In etwa dies: Nicht Geflüchtete kämpfen in Schlauchbooten ums Überleben, sondern Europa: Hier ist das Boot angeblich voll! So wird in Kauf genommen, dass Menschen ertrinken, damit andere abgeschreckt werden, argumentativ begleitet von geborgten Vokabeln aus der Migrationsforschung, der Transportwirtschaft und dem Fremdenverkehr: Pull-Faktoren, die Geflüchtete anlocken. Rettungsmissionen als Shuttle-Service. Asyltourismus. EU-Parlamentarier Erik Marquardt kennt die Vokabeln und eine Diskussion, die keine ist. Er war als Fotojournalist selbst auf dem Mittelmeer, und er hat Bilder mitgebracht. Die klären schnell, welche Seite die richtige ist, findet Salon-Moderator Jens Meyer-Kovac.

Referent/Referentin

Erik Marquardt

Veranstalter

Literarischer Salon

Termin

20. Januar 2020
20:00 Uhr

Kontakt

Literarischer Salon
Königsworther Platz 1
30167 Hannover
Tel.: 0511/762 82 32
info@literarischer-salon.uni-hannover.de

Ort

14. Stock Conti-Hochhaus
Geb.: 1502
Raum: 14. Etage
Königsworther Platz 1
30167 Hannover
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