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Moralismus und die Tugend der Aufgeschlossenheit
21 Jan
21. Januar 2020
Vortrag

Moralismus und die Tugend der Aufgeschlossenheit

Moralische Urteile, die sich an konkrete andere Personen richten und sich in Form von Tadel, Vorwürfen oder Kritik äußern, bewerten deren Verhalten und Handeln, u.a. mit dem Ziel, diese zu einer Veränderung zu bewegen. Manchmal gehen wir jedoch zu weit mit unserer moralischen Be- und Verurteilung anderer. Wir können dann selbst des Moralismus bezichtigt werden.

In diesem Vortrag zeige ich, was moralische Urteile als moralistisch und damit als unangemessen qualifiziert. Eine Analyse verschiedener Beispiel ergibt hierbei, dass andere in einem moralistischen Sinne zu tadeln zum einen auf einen intellektuellen Fehler im Erfassen und Schließen aus moralischen Gründen zurückzuführen ist, zum andern auf einem moralischen Fehler der Schädigung besteht.

Diese beiden Fehler, die moralistische Urteile kennzeichnen, erlauben zu zeigen, dass moralistische Urteile eine Form der Engstirnigkeit zum Ausdruck bringen. Vor diesem Hintergrund lässt sich die Tugend der Aufgeschlossenheit in einer Weise spezifizieren, dass sie moralistische Urteile zu vermeiden helfen kann.

 

Referent/Referentin

Prof. Dr. Monika Betzler, Fakultät für Philosophie, Ludwig-Maximilians-Universität München

Veranstalter

Institut für Philosophie

Termin

21. Januar 2020
16:15 Uhr - 18:00 Uhr

Ort

Institut für Philosophie
Geb.: 1146
Raum: 1146.003.B313
Im Moore 21
30167 Hannover
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