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»Die Lieblinge der Justiz« – Ukrainische Verbrechergeschichten als Geopoetik für Europa
20 Apr
20. April 2020
Gespräch und Lesung mit Juri Andruchowytsch

»Die Lieblinge der Justiz« – Ukrainische Verbrechergeschichten als Geopoetik für Europa

In der Ukraine ist es nicht anders als sonst wo in Europa. Man verliert den Überblick, wo Grenzen immer wieder neu gezogen wurden, jahrhundertelang. Wenn Völker und Mächte ihre Ansprüche formulieren, dann finden sich Machthaber oder veritable Völkerschlächter, die sie exekutieren. Solch realer Geopolitik stellt Juri Andruchowytsch die »Geopoetik« entgegen, so nennt er, als Autor unterwegs in ganz Europa, sein grenzüberschreitendes literarisches Programm. Nachzulesen war das schon in so grandiosen Romanen wie Moscoviada und Zwölf Ringe; für Letzteren bekam er den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung.

Und sein neues Buch "Die Lieblinge der Justiz" ? Darin betrachtet Andruchowytsch sein von Litauern, Habsburgern oder Russen beherrschtes Land aus neuer Perspektive. Er nähert sich den vielen Ungerechtigkeiten, Abgründen und Gewaltexzessen der Historie, indem er Verbrechen und Verbrecher aufstöbert, echte und vermeintliche. Dabei findet er durch die Jahrhunderte massenmordende Nazis und reuevolle Terroristen. Falsche Priester, Profi-Killer, orgiastische Anarchisten. Den Überblick dabei behält Christoph Schröder, Literaturkritiker für SZ, DLF und ZEIT.

Referent/Referentin

  • Juri Andruchowytsch,
  • Christoph Schröder

Veranstalter

Literarischer Salon

Termin

20. April 2020
20:00 Uhr

Kontakt

Literarischer Salon
Königsworther Platz 1
30167 Hannover
Tel.: 0511/762 82 32
info@literarischer-salon.de

Ort

14. Stock Conti Hochhaus
Geb.: 1502
Raum: 14. Stock
Königsworther Platz 1
30167 Hannover
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