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„Seit ein Gespräch wir sind“ — über persönliche Verantwortung bei Hannah Arendt
08 Okt
08. Oktober 2020
Hannah Arendt Tage 2020/Fragil-Stabil? Demokratie 2020

„Seit ein Gespräch wir sind“ — über persönliche Verantwortung bei Hannah Arendt

Hannah Arendt hatte erfahren, wie die Welt sich mit dem Nationalsozialismus in einen Abgrund verwandelt hatte. Alle politischen Gewissheiten waren zerstoben, alle Zuversicht verströmenden Begriffe waren beschmutzt, entweiht und entwürdigt worden. In dieser Welt begann sie, alle bewährten Begriffe zu hinterfragen und einen neuen Pakt zwischen Leben und Sprache herzustellen. So begab sie sich auf die Suche nach Grundlagen für eine neue politische Moral. Im Mittelpunkt standen nach dem Eichmann-Debakel Mitte der 1960er Jahre neue Fragen: Wer ist der Andere und wie kann ich ihn bedenken? Was heißt persönliche Verantwortung? Wie bleiben wir im Gespräch? Und: wie kommen wir immer neu ins Urteilen?

  • Grußwort: Eliah Sakakushev-von Bismarck, Geschäftsführender Direktor, Villa Seligmann
  • Vortrag: „Seit ein Gespräch wir sind“ – über persönliche Verantwortung bei Hannah Arendt, Marie Luise Knott, freie Autorin, Berlin
  • Moderation: PD Dr. Franziska Martinsen, Leibniz Universität Hannover, Mitglied des Kuratoriums der HANNAH ARENDT TAGE

Referent/Referentin

Marie Luise Knott lebt als freie Autorin, Herausgeberin und Übersetzerin in Berlin. 2011 wurde sie mit „Verlernen. Denkwege bei Hannah Arendt“ für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. 2018 erschien „Hannah Arendt: Was heißt persönliche Verantwortung in einer Diktatur?“, mit einem Essay von Knott: „Auf der Suche nach den Grundlagen für eine neue politische Moral“.

Veranstalter

Landeshauptstadt Hannover in Kooperation mit der LUH

Termin

08. Oktober 2020
18:30 Uhr

Kontakt

hat@hannover-stadt.de
Landeshauptstadt Hannover
hat@hannover-stadt.de

Ort

Villa Seligmann
Raum: Auditorium
Hohenzollernstraße 39
30161 Hannover

Weblink