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Auf dem Weg zur Technischen Hochschule  

Das ehemalige Welfenschloss
Am 6. Oktober 1879 bezog die Technische Hochschule Hannover das ehemalige Welfenschloss.

Von 1875 bis 1897 verdoppelte sich die Anzahl der Lehrfächer. Neue Gebiete wie etwa der Schiffbau wurden eingerichtet. Der Lehrkörper wuchs entsprechend. Am 1. April 1879 erhielt die Anstalt die amtliche Benennung „Königliche Technische Hochschule Hannover“.

Mit der 1880 in Kraft getretenen Hochschul-verfassung wurde in Hannover einer der größten Unterschiede zu den deutschen technischen Schwesteranstalten beseitigt. Die grundlegend neue Verfassung brachte der Hochschule die Organisation in fünf Fachabteilungen: Architektur, Bauingenieurwesen, Maschineningenieurwesen, Chemie und Elektrotechnik sowie Allgemeine Wissenschaften.

Die Organe für die Leitung und Verwaltung der Technischen Hochschule waren für jede Abteilung das Abteilungskollegium und der Abteilungsvorsteher; für die gesamte Hochschule der Senat und der Rektor. Eingeführt wurde ein dreijähriges Wahlrektorat.

Einladung zur Feier des Einzugs
Einladung zur Feier des Einzugs ins Schloss am 6. Oktober 1879

Die Gesamtheit der Abteilungskollegien erhielt das Recht, dem Minister drei Kandidaten für das Amt des Rektors vorzuschlagen. Mit dem Habilitationsrecht und der Privatdozentur erhielt die Hochschule schließlich den vollen, den Universitäten angeglichenen Hochschulstatus. Damit war für die Technischen Hochschulen ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zur Gleichstellung mit den Universitäten getan.

Ein weierer wesentlicher Schritt auf dem Weg der Emanzipation der Technik war die Aufwertung, die die Technischen Hochschulen zeitgleich mit der Verlagerung vom Handelsministerium ins Kultusministerium erfuhren, dem auch die Universitäten unterstellt waren.

Aus einer rein technischen Fachanstalt des Handelsministeriums wurden die Technischen Hochschulen wie auch die Universitäten Teil der wissenschaftlichen Forschung und Lehre im gesamtgesellschaftlichen Kontext.