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Die Polytechnische Schule auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung

Bild: Das Corps der Polytechniker | 1848
Das Corps der Polytechniker | 1848

Als die Revolution von 1848 auch Hannover erfasste, standen die Polytechniker als geschlossenes Corps in der Bürgerwehr. Einer von ihnen war der sechzehnjährige Wilhelm Busch, der Maschinenbauer werden wollte. Insgesamt verliefen die politischen Ereignisse in Hannover allerdings undramatisch.

An der Polytechnischen Schule war 1847 eine einjährige Vorschule eingeführt worden. Die Studiendauer danach betrug durchschnittlich 2 ½ Jahre, und das Eintrittsalter der Studierenden lag im Jahr 1853 bei knapp 20 Jahren. Die Zahl der Unterrichtsfächer verdreifachte sich zwischen 1845 und 1853. Die von Karl Karmarsch aufgebaute Bibliothek konnte sich alsbald mit anderen vergleichbaren Einrichtungen messen. Das 1854/55 von Friedrich Heeren eingerichtete chemische Laboratorium galt als eines der größten und modernsten in ganz Deutschland. Die Feier zum 25-jährigen Jubiläum der Hochschule war eine stolze Demonstration des bisher Erreichten, und die Festrede Karl Karmarschs war geprägt vom ungetrübten Fortschrittsglauben seiner Zeit.

Hannover wuchs zu jener Zeit rasch. Der Bahnhof im Steintorfeld wurde fertiggestellt und die Ernst-August-Stadt zwischen Georgstraße und Bahngelände eingemeindet. Der Aufbau der hannoverschen Industrie vollzog sich vor allem in der angrenzenden Stadt Linden. Bis zum Beitritt Hannovers 1851 zum Zollverein verhinderten allerdings die innerdeutschen Handelsbarrieren ein rasches Wirtschaftswachstum.

 

Polytechnische Schule
Chemisches Laboratorium

Die Polytechnische Schule und das von Friedrich Heeren eingerichtete chemische Laboratorium 1854/55


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