Stichworte zur Geschichte der Universität  

Links: Einladung zum feierlichen Einzug in das Welfenschloss (1879), rechts: Das Welfenschloss um 1859 Links: Einladung zum feierlichen Einzug in das Welfenschloss (1879), rechts: Das Welfenschloss um 1859 Links: Einladung zum feierlichen Einzug in das Welfenschloss (1879), rechts: Das Welfenschloss um 1859
Links: Einladung zum feierlichen Einzug in das Welfenschloss (1879), rechts: Das Welfenschloss um 1859
1831 gründete der Gelehrte Karl Karmarsch die "Höhere Gewerbeschule zu Hannover".
64 Schüler beginnen ihre Ausbildung.
1879 erhielt die Schule den Rang einer "Königlichen Technischen Hochschule" und zog in das eigens umgebaute Welfenschloss.
1899 wurde die Technische Hochschule den Universitäten gleichgestellt: Kaiser Wilhelm II. verlieh das Promotionsrecht. Die vollständige Gleichstellung wurde 1917 durch die dienstrechtliche Gleichstellung der Professoren erreicht.
1921 wurden aus den Abteilungen der Hochschule drei Fakultäten: für Mathematik und Naturwissenschaften, für Bauwesen und für Maschinenbau.
1933 und in den Folgejahren waren mit der Errichtung des NS-Regimes mit Zustimmung und teilweise auf Veranlassung der Hochschule 14 Lehrende und 45 Studierende von Unrechtsmaßnahmen betroffen. Außerdem wurden ein Doktor- und vier Ehrentitel aus rassistischen oder politischen Gründen entzogen.
1939 wurden mit Beginn des Zweiten Weltkrieges nach einer kurzfristigen Schließung die Kriegsforschung und die Herstellung von kriegswichtigen Produkten in mindestens 175 Projekten intensiviert. Dabei wurden in nicht unerheblichem Maße Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter eingesetzt.
1945 wurden nach dem Ende des NS-Regimes 13 Professoren sowie weitere Angehörige der Hochschule wegen NS-Verstrickungen auf Anordnung der britischen Militärregierung entlassen. Nahezu alle Betroffenen konnten bis spätestens Anfang der fünfziger Jahre auf ihre Posten zurückkehren.
1951 erweiterte die Hochschule mit einer Abteilung für Schiffbau ihr Angebot.
1952 kam als vierte Fakultät die bisherige Hochschule für Gartenbau und Landeskultur hinzu.
1968 erfolgte die Einrichtung der Geistes- und Staatswissenschaftlichen Fakultät. Die "Technische Hochschule" wurde zur "Technischen Universität".
1973 wurde eine Fakultät für Rechtswissenschaften eingerichtet.
1974 folgte die Einrichtung einer Fakultät für Wirtschaftswissenschaften.
1978 wurde die Pädagogische Hochschule integriert. Die "Technische Universität" erhielt den Namen "Universität Hannover".
1980 erfolgte eine Neugliederung in 17 Fachbereiche und zwei Fakultäten.
1991 erstmals mehr als 30.000 Studierende
1995 wurde ein weiterer Standort am Königsworther Platz mit einer Nutzfläche von 20.000 qm bezogen.
1997 erfolgte erneut eine Neugliederung in 16 Fachbereiche und eine Fakultät.
2002 Informatik wurde als 17. eigenständiger Fachbereich eingerichtet.
2005 wurden aus den Fachbereichen 9 Fakultäten gebildet.
2006 feierte die Universität Hannover am 5. Mai ihr 175-jähriges Bestehen.
Am 1. Juli 2006 erfolgte die Umbenennung in "Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover".
2010 wurde die Leibniz-Stiftungsprofessur als Ausdruck der besonderen Verbundenheit von Hochschule und Stadt Hannover mit dem Universalgelehrten eingerichtet.
2011 begann eine Arbeitsgruppe des Senates zu "Verleihung und Entzug akademischer Titel während der NS-Zeit an der damaligen Technischen Hochschule Hannover" damit, die Rolle der Vorgängerinstitution der Universität während der NS-Zeit umfassend aufzuarbeiten.
2013 Mit einer Gedenkfeier am 20. November 2013 erinnerte die Leibniz Universität an die Menschen, die während der NS-Zeit unter Beeinträchtigungen und Herabwürdigungen an der damaligen Technischen Hochschule zu leiden hatten. Die Veranstaltung basierte auf den Ergebnissen der Senats-Arbeitsgruppe, die ihren Bericht "Verleihung und Entzug von Titeln während der NS-Zeit an der damaligen Technischen Hochschule Hannover" dort erstmals auch den Angehörigen von Betroffenen, den Mitgliedern der Universität und der Öffentlichkeit vorstellten.
2015

Im Dezember 2015 wurden die Meilensteine für eine neue Verbundstruktur, genannt "Masterplan Braunschweig-Hannover", verabschiedet.

2016 Im Bereich Lehrerbildung Einrichtung der "Leibniz School of Education" als Querstruktur zu den Fakultäten. Ziel ist es, die lehramtsbezogenen Studiengänge weiterzuentwickeln, die Bildungsforschung zu stärken und dem Thema durch Bündelung mehr Sichtbarkeit zu verleihen.