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Spring School „Radiochemistry for Society“ auf Zypern

Spring School „Radiochemistry for Society“ auf Zypern

Schülerinnen und Schüler experimentieren im Labor Schülerinnen und Schüler experimentieren im Labor Schülerinnen und Schüler experimentieren im Labor
© Clemens Walther

Neues Format bringt Schülerinnen, Schüler und Studierende zusammen

Radioökologie, Brennstofffertigung, Radiopharmazie, Endlagerung oder Materialprüfung: Mit diesen und vielen anderen Themen haben sich 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus neun Ländern Anfang März in Larnaka auf Zypern während der Spring School „Radiochemistry for Society: High School meets University“ beschäftigt. Das experimentelle Format brachte Schülerinnen und Schüler fünf Tage lang mit Studierenden aus allen Bereichen der Radiochemie zusammen. Die Spring School ist Teil des Verbundprojekts MEET-CINCH, das vom Institut für Radioökologie und Strahlenschutz der LUH (Prof. Dr. Clemens Walther) koordiniert wird.

Ziel des dreijährigen Verbundprojekts MEET-CINCH ist es, eine Ausbildungsplattform im Bereich Radiochemie zu entwickeln. Zwölf europäische Partner von Universitäten, Forschungseinrichtungen und der Industrie arbeiten zusammen an einem modularen Ausbildungskonzept, das von Unterricht in Schulen über universitäre Ausbildung bis hin zur Weiterbildung bereits im Beruf stehender Menschen reicht. Die Spring School ist Teil dieses Konzepts. Prof. Walther und sein Team vom Institut für Radioökologie und Strahlenschutz haben die Schule geplant, koordiniert und zusammen mit der University of Cyprus (Prof. Ioannis Paschalidis) durchgeführt.

 

Neben Vorträgen hatten die Schülerinnen und Schüler in mehreren Hands-on-trainings die Gelegenheit, Einblicke in radiochemisches Arbeiten zu erhalten. Dazu zählt zum Beispiel die Bestimmung von Uran in Seewasser oder auch die Messung der Kalium-Konzentration einer Lösung sowohl mit chemischen Methoden als auch durch Messung der natürlichen Radioaktivität des Kaliums, das auch in vielen Lebensmitteln und in unserem Körper vorkommt. Ein Exit-Spiel zur Dosimetrie versetzte die Spielerinnen und Spieler in den Kontrollraum des havarierten Reaktorblocks IV in Chernobyl. Für die Schülerinnen und Schüler war es ein großes Erlebnis, sich mit internationalen Studierenden, Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern, Expertinnen und Experten aus der Industrie, aber auch anderen Schülerinnen und Schülern auszutauschen.