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Grünes Licht für weitere Forschung zur Regeneration komplexer Investitionsgüter

Grünes Licht für weitere Forschung zur Regeneration komplexer Investitionsgüter

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Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligt Verlängerung des Sonderforschungsbereichs 871 bis zum Jahr 2021

Große Freude an der Fakultät für Maschinenbau der Leibniz Universität Hannover: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Verlängerung des Sonderforschungsbereichs (SFB) 871 – Regeneration komplexer Investitionsgüter – bis Ende 2021 bewilligt.

Professor Jörg Seume, Sprecher des SFB 871, zeigt sich über die positive Rückmeldung äußerst erfreut: „In den vergangenen acht Jahren konnten wir am Beispiel ziviler Flugtriebwerke bereits wichtige Ergebnisse für die Regeneration von Investitionsgütern erarbeiten. Es freut mich, dass wir die gute Zusammenarbeit zwischen den Instituten fortführen können, um weitere Erkenntnisse für die Industrie und die Gesellschaft zu erarbeiten.“

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des SFB 871 erhalten knapp 10,8 Mio. Euro von der DFG, um ihre Forschung zur Ressourcen sparenden Instandhaltung und Reparatur komplexer Investitionsgüter zu vertiefen. Die Instandhaltung (Regeneration) von komplexen Investitionsgütern wie beispielsweise Flugtriebwerke, Windenergieanlagen, Schienenfahrzeuge und stationäre Gasturbinen in Kraftwerken verbraucht wertvolle Ressourcen und verursacht einen erheblichen Anteil der Betriebskosten. Um diesen Verbrauch und die Kosten zu reduzieren, sind Regenerationsprozesse und Reparaturverfahren effizienter zu gestalten, um Ressourcen einzusparen. Der SFB erarbeitet wissenschaftliche Grundlagen für zukünftige Regenerationsprozesse, die eine ganzheitliche Betrachtung der Wechselwirkungen von Funktion und Fertigung des Investitionsgutes im Regenerationsprozess ermöglichen.

Im Mittelpunkt der kommenden vier Jahren steht die Erforschung der komplexen Wechselwirkungen der regenerierten Bauteile im Gesamtsystem Triebwerk sowie die kundenindividuelle Gestaltung und optimale Steuerung der Regenerationsprozesse. Der SFB 871 hat das Ziel, neue Verfahren zu entwickeln und den Einfluss der Reparatur auf das Gesamtverhalten des Triebwerks zu bestimmen, damit möglichst wenige Neuteile eingesetzt werden müssen. Der Nutzen ist ökologisch und wirtschaftlich: Es werden Ressourcen und Kosten eingespart.

In dieser Fortsetzung des Sonderforschungsbereichs erarbeiten 21 Doktorandinnen und Doktoranden in 21 interdisziplinären Teilprojekten neue Wege der Regeneration komplexer Investitionsgüter und führen dazu gemeinsam mit Technikern und Facharbeitern Experimente durch. Die Grundfinanzierung in Höhe von rund 1,7 Mio. Euro erfolgt durch die Leibniz Universität Hannover und das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK).

Im Sonderforschungsbereich 871 nutzt der Maschinenbau der Leibniz Universität Hannover fach- und universitätsübergreifende Synergien: So ist unter anderem das Institut für Flugantriebe und Strömungsmaschinen der TU Braunschweig und das Laser Zentrum Hannover jeweils mit einem Teilprojekt eingebunden. Vonseiten der Leibniz Universität beteiligen sich neun Institute der Fakultät für Maschinenbau. Zudem werden zwei Teilprojekte von der Fakultät für Bauingenieurwesen und Geodäsie sowie eins von der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät in der neuen Förderperiode des SFB bearbeitet.

Hinweis an die Redaktionen

Für weitere Informationen stehen Ihnen Prof. Jörg Seume, Vorstandssprecher des SFB 871, sowie Dipl.-Wirtsch.-Ing. Benedikt Ernst, Geschäftsführer des SFB 871 am Institut für Turbomaschinen und Fluid-Dynamik an der Leibniz Universität Hannover unter Telefon +49 511 762-2733 und 762-2734 sowie per E-Mail unter seume@tfd.uni-hannover.de und ernst@tfd.uni-hannover.de gern zur Verfügung.