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Das Projekt
EmParti beschäftigt sich mit den Bildungswegen von Frauen in der Lehrerinnenbildung in Niedersachsen – also Lehramtsstudentinnen, Referendarinnen und Lehrerinnen. Im Mittelpunkt stehen Frauen, die aufgrund ihrer familiären oder persönlichen Migrationserfahrung und ihres Geschlechts besondere Erfahrungen der Ausgrenzung und Benachteiligung machen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt darauf, wie diese Ungleichverhältnisse innerhalb der Lehrkräftebildung dazu führen, dass sich manche Menschen zugehörig fühlen, während andere ausgeschlossen werden.
Das Projekt verbindet Forschung mit aktiver Beteiligung der Teilnehmerinnen, um ihre Perspektiven sichtbar zu machen und gleichzeitig ihre berufliche Entwicklung durch Workshops und Mentoring zu unterstützen. Biografiearbeit – also die Arbeit mit Lebensgeschichten – spielt dabei eine zentrale Rolle. Sie schafft Räume, in denen Diskriminierungserfahrungen thematisiert werden können, aber auch Strategien des Umgangs damit und Formen von Widerstand.
EmParti forscht nicht über Menschen, sondern mit ihnen. Die Teilnehmerinnen halten ihre Perspektiven in Fotos fest, tauschen sich darüber aus und bestärken sich gegenseitig in ihren Erfahrungen.
Das Exponat
Auf Bildern sehen Sie Szenen, die exemplarisch für Situationen aus dem Leben angehender und bereits im Beruf stehender Lehrerinnen stehen. Die Frauen haben einen so genannten „Migrationshintergrund“ und sind Teilnehmerinnen im Projekt EmParti.
Die Bilder sind auf der Basis von Fotografien entstanden, die die Personen im Rahmen ihrer Teilnahme am Projekt gemacht haben – von Situationen und Orten, die bedeutsame Momente für ihre (Bildungs-)Biografie in der Lehrkräftebildung abbilden. Die Zitate sind Gedanken und Reflexionen der Teilnehmerinnen zu ihrem jeweiligen Bild sowie den Erlebnissen, Geschichten und Erfahrungen dahinter. In ihren Fotografien und Texten bilden sie Erfahrungen von Ausgrenzung ab, aber auch Momente des Innehaltens, der Selbstermächtigung und der Verschiebung von Machtstrukturen – nicht zuletzt auch hinsichtlich Geschlechterrollen und dadurch geprägten Erwartungen und Hierarchien.
Die Zitate auf den Bildhinterseiten geben einen Eindruck dieser Reflexionen. Die Veröffentlichung der Bilder und Texte erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Teilnehmerinnen.
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Sören Pinsdorf / LUH
Das Team
Das Projekt „EmParti: Migrantisch – Weiblich – Stark! Empowerment und Partizipation durch Mentoring für migrantische Lehramtsstudentinnen und Lehrerinnen“ läuft seit 2024 am Institut für Sonderpädagogik. Projektleiterin ist Prof. Dr. Bettina Lindmeier. Yasmin Sassi und Ines Potthast sind als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen im Projekt beschäftigt.
EmParti wird im Programm „Integration durch Bildung“ vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend und der Europäischen Union im Europäischen Sozialfonds Plus mit mehr als 550.000 Euro gefördert. Das Bildungs-, Mentoring- und Netzwerkangebot läuft zunächst bis Mitte 2027.