Gottfried Wilhelm Leibniz erfand um 1673 die erste Rechenmaschine, die alle vier Grundrechenarten mechanisch ausführen konnte. Ein Meilenstein der Technikgeschichte! Noch bis in die 1970er Jahre wurden Rechenmaschinen nach diesem Konstruktionsprinzip gebaut. Mit der Erfindung des binären Zahlensystems legte Leibniz zudem die Grundlagen der heutigen klassischen Computertechnologie.
Die hier ausgestellten Objekte erzählen von entscheidenden Etappen dieser Entwicklung und zugleich von der gelebten Geschichte der Rechentechnik im wissenschaftlichen Arbeitsalltag – von den Anfängen der Technischen Hochschule bis zur heutigen Leibniz Universität. Zu sehen sind frühe mechanische Rechenhilfen und (elektro-)mechanische Rechenmaschinen, die das Rechnen beschleunigten und automatisierten, sowie die ersten Computer, in denen Informationen elektronisch als Bits gespeichert und verarbeitet wurden. Mit dem Übergang vom Bit zum Quantenbit („Qubit“) beginnt schließlich ein neues Kapitel: Quantencomputer nutzen quantenmechanische Effekte wie Superposition und Verschränkung. Sie stehen exemplarisch für die fortdauernde Innovationskraft der Leibniz Universität, die Forschung und Lehre stets im Spannungsfeld von Tradition und Zukunft gestaltet – in the Spirit of Leibniz!
Die Sonderausstellung zeigt ausgewählte „Schätzchen“ aus der Rechentechnik-Sammlung der Leibniz Universität und lädt dazu ein, die materielle Kultur des Rechnens als Zeugnisse wissenschaftlicher Neugier, technischer Präzision und visionären Denkens zu entdecken.
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