Commodore CBM 3032 Computer

„Der Weltraum – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise …“

An Bord der Enterprise, in der Space-Kajüte von Captain Kirk, steht er: der Klassiker unter den Personal Computern, der Commodore CBM 3032, der auf dem amerikanischen Markt als PET (Personal Electronic Transactor) bekannt ist. 

Die Markteinführung der neuen 3000er-Serie von Commodore in Europa fand im Frühjahr 1978 auf der Hannover Messe statt: „Dichtes Gedränge herrschte auf dem Messestand der Firma Commodore: Wer die Attraktion […] sehen oder sogar anfassen wollte, musste energisch von seinen Ellenbogen Gebrauch machen.“ (Computerwoche, 12.5.1978; s. den Artikel von Ralf Bülow) Nach einer Vorbestellung und einer vom Unternehmen garantierten Wartezeit von maximal sechs Wochen hatte man ab 1979 einen eigenen Commodore CBM 8-Bit-Mikrocomputer auf dem heimischen Bürotisch stehen. Von nun an dauerte es nur wenige Sekunden, bis auf dem leeren Bildschirm der legendäre, neongrün leuchtende „READY“-Prompt erschien. Bald darauf wurden Spiele wie „Space Invaders“, „Snake“ oder „Pong“ von Computernerds aus der ganzen Welt aus Computerzeitschriften abgetippt und mit der Programmiersprache BASIC selbst programmiert. „Die Zentraleinheit mit Schreibmaschinentastatur ist die Kommandozentrale des Commodore“ texteten Anzeigenblätter fasziniert. Eine weitere Innovation war das Kassettenlaufwerk (Read-Only Memory, ROM) mit „Datasette“. Das Spiel oder Programm wurde als Ton auf Band gespeichert, vom Laufwerk „abgehört“ (hoher Ton = 1, tiefer Ton = 0) und vom Computer wieder in Daten übersetzt – eine faszinierende Mischung aus Audio- und Computertechnik. In Europa wurde das Gerät unter der Typenbezeichnung „CBM“ verkauft, da der ursprüngliche Name „PET“ („Personal Electronic Transactor“) in Deutschland bereits markenrechtlich von der Firma Philips für ihr „Programm-Entwicklungs-Terminal“ geschützt war. In die Technikgeschichte ging die Maschine trotzdem unter dem Namen „Commodore PET“ ein. Für viele Ingenieurinnen und Ingenieure – auch an der damals Technischen Universität Hannover, war dieser 8-Bit-Mikrorechner in den späten 70er und frühen 80er Jahren der erste Kontakt mit einem Computer. Zuvor mussten Studierende und Forschende ihre Programme mühsam auf Lochkarten aus Papier übertragen und ins zentrale Rechenzentrum bringen, wo sie in die dortigen Großrechenanlagen (meist von IBM) eingelesen wurden. Der CBM 3032 war somit der erste „Tisch-Computer“, der direkt in den Büros und Laboren der Institute stand, wie eben dieses Gerät im Geodätischen Institut. Er konnte mit Labor- oder Messgeräten verbunden werden, um Messdaten automatisch zu erfassen. Dank seines ikonischen, eckigen „Motorhauben-Designs“ zum Aufklappen waren Reparaturen durch die hauseigenen Techniker zudem leicht möglich.

Kontakt und Informationen im Referat für Kommunikation und Marketing

Dr. Ariane Walsdorf
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Welfengarten 1
30167 Hannover
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