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Preise für soziales Engagement und wissenschaftliche Leistungen

Preise für soziales Engagement und wissenschaftliche Leistungen

John Saidi Nyanje, Elinor Clarke und Iryna Lishchuk John Saidi Nyanje, Elinor Clarke und Iryna Lishchuk John Saidi Nyanje, Elinor Clarke und Iryna Lishchuk
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John Saidi Nyanje, Elinor Clarke und Iryna Lishchuk

DAAD und Leibniz Universität Hannover haben gemeinsam Preise an drei internationale Studierende und Promovierende vergeben

Herausragendes akademisches und soziales Engagement: Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und die Leibniz Universität Hannover (LUH) ehren jedes Jahr Studierende und Promovierende für besondere Leistungen in diesen beiden Bereichen. Dr. Marcus Hoppe, stellvertretender Leiter des Hochschulbüros für Internationales der LUH, hat die diesjährigen DAAD- und Hochschulpreise am 13. Dezember 2022 im Königlichen Pferdestall verliehen. Die Preise belohnen sowohl außerordentliches soziales Engagement inner- und außerhalb der Hochschule als auch herausragende fachliche Leistungen.

Die diesjährigen Preisträger sind:

John Saidi Nyanje, geboren am 19. Februar 1993 in Kenia,

Promotion an der Juristischen Fakultät

John Saidi Nyanje erhält den mit 1.000 Euro dotierten DAAD-Preis.

John Nyanje wurde von Prof. Dr. Volker Wiese, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung, nominiert.

John Nyanje hat seine Promotion im Herbst 2021 an der LUH begonnen. Seitdem ist er zu einer zentralen Figur am Lehrstuhl von Prof. Dr. Volker Wiese avanciert. Obwohl seine aktuelle Stelle am Institut kein Lehrdeputat beinhaltet, gibt Herr Nyanje seit dem Sommersemester Vorlesungen und betreut das Team der LUH, das am International Willem C Vis Moot Court teilnimmt. John Nyanje verfügt bereits über zahlreiche Publikationen und hat Preise als „Top Speaker“ auf mehreren internationalen Konferenzen erhalten. Parallel engagiert sich Nyanje unter anderem im Bereich des Fundraising für die Wycliffe Nyabuto Foundation, die sich vornehmlich um das schulische Vorankommen sozial benachteiligter Schülerinnen und Schüler in Kenia bemüht, oder als Mentor im Afronomicslaw Mentorship Program, einem Blog, der sich in der Hauptsache an afrikanische Studierende der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften richtet.

 

Elinor Clarke, geboren am 4. September 1996 im Vereinigten Königreich,

Masterstudium „Philosophy of Science“

Elinor Clarke erhält einen Preis der Christian-Kuhlemann-Stiftung, der mit 500 Euro dotiert ist.

Elinor Clarke wurde von Dr. Donal Khosrowi Djen-Gheschlaghi, Institut für Philosophie, nominiert.

Elinor Clarke hat den Masterstudiengang „Philosophy of Science“ in nur drei Semestern, also in weniger als der Regelstudienzeit, absolviert und zählt dabei zu den besten Studierenden ihrer Kohorte. Bereits während ihres Studiums konnte sie außergewöhnliche Erfolge verbuchen: einer ihrer Artikel wurde in der philosophischen Fachzeitschrift Synthese veröffentlicht, und sie hat auf mehreren Konferenzen Vorträge gehalten unter anderem an der Chalmers University of Technology in Göteborg, Schweden, und der American University of Armenia.

Zusätzlich engagiert sich Clarke im Bereich Fundraising und war dabei unter anderem unterstützend tätig, ein Stipendium für eine/n geflüchtete/n ukrainische/n Forschende/n zu erlangen. Weiterhin ist Frau Clarke außerhalb der Universität ehrenamtlich im Bereich Nachhaltigkeit in verschiedenen Projekten engagiert wie „The Future Project“, „FoodCycle“ und „C4WS Homeless Shelter“.

 

Frau Iryna Lishchuk, geboren am 3. Januar 1983 in der Ukraine,

Promotion an der Juristischen Fakultät

Iryna Lishchuk erhält den Preis des Hochschulbüros für Internationales, der mit 500 Euro dotiert ist.

Iryna Lishchuk wurde von Prof. Dr. Margrit Seckelmann, Institut für Rechtsinformatik, nominiert.

Iryna Lishchuk hat ihre Promotion in Rechtswissenschaften an der LUH im Juni 2017 begonnen und hat sich mittlerweile einen hervorragenden Ruf als Wissenschaftlerin für die Bereiche Datenschutz/Künstliche Intelligenz erworben. Fachlich hat sie sowohl hochwertige Veröffentlichungen als auch eine lange Reihe an Vorträgen auf einschlägigen internationalen Kongressen und Tagungen vorzuweisen. Lishchuk arbeitet nicht nur an Drittmittel-Forschungsprojekten, sondern betreut diese auch. Alle von ihr bearbeiteten Projekte wurden mit sehr großem Erfolg abgeschlossen.

Daneben fällt Iryna Lishchuk auch durch ihr besonderes soziales Engagement auf. Als Mitbegründerin des Ukrainischen Vereins in Niedersachsen e.V. ist sie dort seit 2015 aktiv. Ziel des Vereins ist es, ukrainische Kunst und Kultur zu bewahren, über die Ukraine zu informieren, sowie Ukrainerinnen und Ukrainer in Niedersachsen zu beraten und zu unterstützen. Seit Beginn des Krieges in der Ukraine sind die Aufgaben des Vereins deutlich vielschichtiger geworden: Geld und Sachspenden sammeln, Unterstützung und Beratung von Geflüchteten, Sprachvermittlung, Übersetzungsarbeit usw.