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Vortrag: Erwartet uns ein Tschernobyl 2.0?

Vortrag: Erwartet uns ein Tschernobyl 2.0?

Presseinformation vom
C. Walther

Die Siebold-Sasse-Stiftung an der Leibniz Universität Hannover feiert ihr zwölfjähriges Bestehen mit einer öffentlichen Vortragsveranstaltung

Mögliche Auswirkungen eines nuklearen Unfalls in der Ukraine stehen im Fokus der Veranstaltung, mit der die Siebold-Sasse-Stiftung ihr zwölfjähriges Bestehen feiert. Am Donnerstag, den 6. Oktober 2022, lädt die Stiftung ab 17 Uhr ins Leibnizhaus (Holzmarkt 4-6, Hannover) ein. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

Die Siebold-Sasse-Stiftung ist eine gemeinnützige Organisation zur Förderung herausragender junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die eine finanzielle Unterstützung benötigen, um ein Forschungsvorhaben auf dem Gebiet des Strahlenschutzes zu realisieren. Insbesondere fördert die Stiftung Promotions- und Habilitationsarbeiten, aber auch Gastaufenthalte am Institut für Radioökologie und Strahlenschutz (IRS) der Leibniz Universität Hannover (LUH). Seit der Gründung der Stiftung im Jahr 2010 ist das IRS für die Geschäftsführung der Stiftung verantwortlich.

Nach den Grußworten von Prof. Dr. Clemens Walther (IRS und Vorstandsmitglied der Stiftung) und Prof. Dr. Volker Epping (Präsident der LUH und Vorstandsmitglied der Stiftung) spricht Florian Mertes aus dem Bundesamt für Strahlenschutz, Abteilung Notfallschutz. Thema des Vortrags ist „Saporischschja – Kriegsbedingte Szenarien im größten KKW Europas und potentielle Auswirkungen auf Deutschland". Der Referent gibt einen Überblick über die bisherigen Geschehnisse vor Ort – soweit diese bekannt sind – und über mögliche Szenarien, die zu einer Freisetzung von Radioaktivität führen könnten. Zudem zeigt er Ergebnisse aktueller Ausbreitungsmodellierungen des Bundesamtes für Strahlenschutz, die auf historischen Wetterdaten basieren, und spricht über die Rolle des Bundesamtes und seine öffentlich zugänglichen Informationsplattformen sowie die Organisation des Notfallschutzes in Deutschland.

Anschließend gibt es in einem „World Café“ die Gelegenheit, mit ehemaligen und aktuellen Stipendiatinnen und Stipendiaten der Sasse-Stiftung und allgemein über das Thema Radioaktivität und Strahlenschutz ins Gespräch zu kommen. Der nächste Bewerbungszeitraum für Promotionsstipendien und Forschungsaufenthalte, die von der Siebold-Sasse-Stiftung finanziert werden, läuft vom 1. bis 31. Oktober 2022.

Weitere Informationen über Dr. Siebold Sasse, über die Stiftung und die Bewerbung: www.sasse-stiftung.de

Hinweis an die Redaktion

Für weitere Informationen steht Ihnen Prof. Dr. Clemens Walther, Institut für Radioökologie und Strahlenschutz an der Leibniz Universität Hannover, unter Telefon 0511 762-3312 oder per E-Mail unter walther@irs.uni-hannover.de gern zur Verfügung