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Zentrum zum Thema „Künstliche Intelligenz“ startet

Zentrum zum Thema „Künstliche Intelligenz“ startet

Presseinformation vom

Neues Demonstrationszentrum ProKI zu KI in der Produktion nimmt an der LUH seine Arbeit auf

Die Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) in kleinen und mittleren Unternehmen vorantreiben - das ist das Ziel des neuen Demonstrationszentrums ProKI (Demonstrations- und Transfernetzwerk KI in der Produktion). An der Leibniz Universität Hannover (LUH) entsteht eines von acht Zentren deutschlandweit. Der Standort Hannover erhält dafür rund zwei Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Das Förderprogramm des Bundes soll dazu beitragen, das an den Hochschulen vorhandene Know-how im Bereich KI in die breite betriebliche Anwendung zu überführen. Neben dem Standort an der LUH sind sieben weitere Zentren im ProKI-Netz vereint. Einige davon sind wie die LUH Teil der TU9, der Allianz der neun führenden technischen Universitäten in Deutschland. So entstehen etwa an der RWTH Aachen (Projektkoordination), dem Karlsruher Institut für Technologie, der TU Berlin und der TU Darmstadt ebenfalls ProKI-Zentren mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten.

Das Zentrum in Hannover wird von Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena vom Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) geleitet. „Im ProKI-Demonstrationszentrum wird eine ausgezeichnete Infrastruktur zum Erproben von KI-Ansätzen in kleinen und mittleren Unternehmen zur Verfügung stehen“, kündigt Prof. Denkena an.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind oftmals noch unsicher bei der Beurteilung von Chancen, Grenzen und Risiken des KI-Einsatzes in der Produktion. Vielfach fehlen eigene Ressourcen, um den KI-Einsatz ohne Unterstützung auszuprobieren und zu forcieren. Teil der Infrastruktur in Hannover sind verschiedene Möglichkeiten, Anwendungsszenarien am Produktionstechnischen Zentrum Hannover (PZH) der Leibniz Universität zu testen. Unter anderem stehen Dreh-, Fräs- und Schleifbearbeitungszentren, kollaborative Roboter sowie vielfältige Sensorsysteme zur Verfügung. So können KI-Ansätze im praxisnahen Einsatz getestet werden – etwa zur Überwachung von Werkzeugverschleiß beim Fräsen oder zur Überwachung bei Schleifprozessen.

Neben dem IFW sind das Institut für Fabrikanlagen und Logistik (IFA) und das Institut für Mikroproduktionstechnik (IMPT) beteiligt. Die arbeitswissenschaftliche Sicht wird vom Institut für Arbeitswissenschaften (IAW) mit ins Projekt eingebracht. Das Forschungszentrum L3S der Leibniz Universität unterstützt bei der Entwicklung von KI-Ansätzen. Das ProKI-Zentrum hat zum 1. Oktober seine Arbeit aufgenommen. In den kommenden Monaten wird eine Website entstehen, über die Interessierte aus kleinen und mittleren Unternehmen Kontakt aufnehmen können.

 

Hinweis an die Redaktion:

Für weitere Informationen steht Ihnen M. Sc. Dennis Stoppel, Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen, unter Telefon 0511 762 18327 oder per E-Mail unter stoppel@ifw.uni-hannover.de gern zur Verfügung.