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Handdesinfektion, Flugzeugbau und neue Implantate: Projekte der Wissenschaftsallianz Braunschweig – Hannover

Handdesinfektion, Flugzeugbau und neue Implantate: Projekte der Wissenschaftsallianz Braunschweig – Hannover

Presseinformation vom

Leibniz Universität Hannover und TU Braunschweig mit Gemeinschaftsstand auf der Hannover Messe in Halle 2, Stand B08

Die Leibniz Universität Hannover und die TU Braunschweig präsentieren auf ihrem Gemeinschaftsstand (Halle 2, Stand B08) auf der Hannover Messe vom 24. bis 28. April 2017 anwendungsnahe Ergebnisse interdisziplinärer und hochschulübergreifender Forschungsprojekte.

Ob es um Entwicklungen zur Energieeffizienz, um anpassungsfähige flexible Lösungen für die Industrie 4.0 oder um eine „Medizintechnik 4.0“ geht – die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der beiden über die Wissenschaftsallianz verbundenen Universitäten widmen sich diesen Themen in interdisziplinären und zum Teil hochschulübergreifenden Kooperationen. Die Bandbreite der Themen reicht dabei von Leichtbaukonzepten für die Luftfahrt über die Batteriezellproduktion für die eMobilität, die Regeneration wertvoller Investitionsgüter oder ein Verfahren zum Erkennen von Hindernissen beim schnellen Laserschneiden bis hin zur Handdesinfektion in Krankenhäusern und zu Entwicklungen auf dem Weg zu neuartigen Implantaten, die im Körper gleichzeitig auch die Funktion von Sensoren übernehmen können. Dieses zukunftsweisende Projekt der Leibniz Universität befasst sich mit Implantaten der Zukunft. Sie sollen aktiv Signale an externe Kommunikationsgeräte übermitteln, sollte beispielsweise die Druckbelastung innerhalb eines Blutgefäßes durch einen thrombotischen Verschluss ansteigen. Die Leibniz Universität arbeitet an der Entwicklung solcher Lösungen, die im digitalen Zeitalter eine schnellere Reaktion auf lebensbedrohliche Situationen ermöglichen können.

Die direkteste Art der Umsetzung neuer Ideen aus der Wissenschaft ist die Gründung eines Start-ups. Vorgestellt werden beispielhaft zwei Gründungsvorhaben, die über den EXIST-Forschungstransfer gefördert werden. Das Projekt „FormHand“ aus der TU Braunschweig möchte ein innovatives Greifsystem auf den Markt bringen, das nicht nur äußerst flexibel und ressourceneffizient ist, sondern auch die unmittelbare Kooperation von Mensch und Roboter ermöglicht. Der FormHand-Greifer ist ein äußerst flexibles Granulatkissen, das sich selbsttätig im Prozess an die wechselnden Konturen des Greifguts anpasst. Das formvariable Kissen kann somit empfindliche, schlaffe und poröse Objekte wie Textilien, Leder, Folien oder sogar heiße Bleche schonend greifen, was bisher nur mit hohem technischem Aufwand möglich war.

Ein Gründerteam aus dem Produktionstechnischen Zentrum der Leibniz Universität Hannover bringt seinen Prototypen der „mobilen Maschine“ mit auf den Stand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (ebenfalls Halle 2, C28). Die Maschine, die dort in der Kategorie Industrie 4.0 präsentiert wird, soll nicht nur einen Wechsel von Fräs-, Mess- und Lasermodulen ermöglichen. Sie hebelt auch den Grundsatz aus, dass ein Bauteil zwecks Bearbeitung zur Maschine kommt: Diese Maschine kommt zum Bauteil. Sie kann sich darauf präzise und stabil bewegen und ihren Auftrag ausführen. Die Picum MT GmbH (in Gründung) will Unternehmen damit eine intelligente, vernetzte Maschine zur Verfügung stellen, deren Einsatzmöglichkeiten fast unbegrenzt sind.

Ebenfalls auf der Hannover Messe vertreten ist das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum „Mit uns digital!“ der Leibniz Universität Hannover. Die Generalfabrik in Pavillon 36 ist durchgehend für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Das Motto heißt: „Offene Generalfabrik: Erleben Sie Digitalisierungslösungen für kleine und mittlere Betriebe hautnah in der Generalfabrik. Konfigurieren und fertigen Sie Ihren individuellen Kugelschreiber!“ Industrie 4.0-Experten bieten darüber hinaus an vier Messetagen individuelle Gespräche nach Voranmeldung zu verschiedenen Themen wie „Laser in der digitalen Produktion“, „IT-Sicherheit“, „Selbststeuerung in Produktion und Logistik“, „Big Data“ oder „Energietransparenz in der Produktion“ an. Anmeldung zu den Gesprächen ist unter www.mitunsdigital.de/hannovermesse/ möglich.

Ein studentisches Projekt der Leibniz Universität präsentiert sich in Halle 16 an Stand H03. Das Formula Student Electric Team von HorsePower Hannover zeigt seine neuesten Entwicklungen für einen Formel-Rennwagen mit elektrischem Antrieb. Im Projekt HorsePower arbeiten derzeit mehr als 70 Studierende verschiedener Fachbereiche an der Konstruktion von Elektrorennwagen.

Hinweis an die Redaktionen

Für weitere Informationen stehen für Sie bereit:

·         Mechtild Freiin v. Münchhausen, Pressesprecherin der Leibniz Universität Hannover und Leiterin des Referats für Kommunikation und Marketing, unter Telefon +49 511 762 5342 oder per E-Mail unter vonMuenchhausen@zuv.uni-hannover.de

·         Dr. Elisabeth Hoffmann, Leiterin der Stabsstelle Presse und Kommunikation an der TU Braunschweig unter Telefon: +49 531 391-4122 oder per E-Mail unter e.hoffmann@tu-braunschweig.de