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Differenzkonstruktionen im Kontext inklusiver Bildung
11 Dez
11. Dezember 2019
»MITTWOCHS UM VIER«: VORTRAGSREIHE ZU SPRACHE, MIGRATION UND VIELFALT

Differenzkonstruktionen im Kontext inklusiver Bildung

In Folge der Ratifizierung der UN Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen stellt Inklusion aktuell ein zentrales, kontrovers diskutiertes, Thema im Bildungsbereich dar. Diskussionen um Inklusion im schulischen Kontext kennzeichnet häufig eine Fokussierung auf Fragen der Platzierung von Schüler_innen mit sonderpädagogischen Förder- bzw. Unterstützungsbedarf innerhalb des Systems der ›Regelschule‹. Zugleich zielt, ausgehend von einem weiter gefassten Verständnis, Inklusion programmatisch auf schulische Entwicklungsprozesse bezogen auf die Anwesenheit, Akzeptanz, Partizipation und Lern- und Leistungsentwicklung aller Schüler_innen. Damit rücken grundlegende Fragen des ›Umgangs mit Verschiedenheit‹ in pädagogischen Kontexten in den Blick.

Vor diesem Hintergrund fokussieren wir auf Basis qualitativ-empirischer Daten aus verschiedenen Schulkontexten in der Sekundarstufe I, wie leistungsbezogene Differenz(en) konstruiert und bearbeitet werden. Hierbei ist ›Differenz‹ – z. B. bezogenen auf Fähigkeiten und Leistungen – im schulischen Kontext nicht einfach gegeben, sondern wird u. a. in unterrichtlichen Interaktionen hergestellt und erscheint gleichzeitig verschränkt mit sozialen Differenzkategorien, wie z. B. Gender.

Zudem wird unter Bezugnahme auf die laufende Dissertation von Jonas Becker, in deren Rahmen biographisch-narrative Interviews mit Menschen mit Zwangsmigrationserfahrung geführt werden, die Frage gestellt, welche Perspektiven die Frage nach leistungsbezogener Differenz als Heuristik für erziehungswissenschaftliche Forschung im Kontext von (Zwangs-)Migration eröffnen kann.

Alle sind herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Referent/Referentin

Jonas Becker (Universität Frankfurt) & Ann-Kathrin Arndt (Universität Hannover)

Jonas Becker ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sonderpädagogik an der Goethe-Universität Frankfurt. Seine Arbeitsschwerpunkte sind inklusive Lehrer_innenbildung sowie biographische Forschung im Kontext von Zwangsmigrationserfahrung aus einer psychoanalytisch-pädagogisch und tiefenhermeneutisch orientierten Perspektive.

Ann-Kathrin Arndt ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sonderpädagogik an der Leibniz Universität Hannover. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind inklusive Schul- und Unterrichtsentwicklung, (multi-)professionelle Kooperation und inklusive Lehrer_innenbildung.

Veranstalter

Projekt LeibnizWerkstatt (Deutsches Seminar & Leibniz School of Education)

Termin

11. Dezember 2019
16:00 Uhr - 18:00 Uhr

Kontakt

Frau Radhika Natarajan
Leibniz School of Education
Lange Laube 32
30157 Hannover
radhika.natarajan@lehrerbildung.uni-hannover.de

Ort

Conti Hochhaus
Geb.: 1502
Raum: 103
Königsworther Platz 1
30167 Hannover
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