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Ingenieure aus Lateinamerika für Praktika in Hannover

Ingenieure aus Lateinamerika für Praktika in Hannover

Zu Hause, an ihren Universitäten in Bogotá (Kolumbien) oder Monterrey (Mexiko) gehören sie zum akademischen Nachwuchs, auf den ihre Regierungen große Hoffnung setzen. Studierende der Fachrichtungen Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik oder Bauingenieurwesen. Junge Menschen, die Antworten auf aktuelle Fragen rund um die Energiewende, Digitalisierung oder Mobilitätslösungen finden müssen – und es auch werden. Menschen wie Pedro und Karla, die drei von aktuell 12 Studierenden aus Lateinamerika sind, die im Rahmen eines Stipendiums in diesem Semester an der Leibniz Universität in Hannover studieren.

Kombinierte Studien- und Praxisaufenthalte für Ingenieure aus Entwicklungsländern – kurz KOSPIE, so die Bezeichnung des Programmes für das Pedro und Karla als Stipendiaten ausgewählt wurden. „Hierbei handelt es sich um ein Programm des Deutsche Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Ermöglicht aus Mitteln des BMZ.“ berichtet die Programmkoordinatorin Rhina Colunge-Peters von der Leibniz Universität Hannover. Inhalt des Programms ist ein einsemestrigen Aufenthalt an unserer Universität und ein anschließendes etwa dreimonatigen Praktikum in einem Unternehmen oder einer Forschungseinrichtung.“ Colunge-Peters ist begeistert. „Die Kombination von Lehre und Praxis ist eine tolle Chance Wissen in den jeweiligen Fachgebieten zu vertiefen und gleichzeitig praktische Erfahrungen in dem hiesigen Wirtschaftsumfeld zu sammeln.“

Die Leibniz Universität beteiligt sich zum ersten Mal an diesem Programm. Doch die neuen Stipendiaten sind quasi schon im Anmarsch.

„Ihnen wird es hier gefallen.“ ist sich Pedro sicher „Ich habe in den hiesigen Vorlesungen im letzten Semester so viel gelernt.“ berichtet er. An der heimischen Universität in Bogotá gehört er schon zu den Altsemestern – den Bachelor of Engineering hat er schon in der Tasche. Sein Thema: Die Energiewende. „Das Potenzial für erneuerbare Energien in Kolumbien ist riesig. Aber in Deutschland weiß man mehr darüber.“ berichtet er. „Im März beginnt er ein Praktikum bei einem großen Energieunternehmen in Dortmund. Er freut sich auf die Aufgaben, ist neugierig, wie der Arbeitsalltag in einem deutschen Unternehmen aussieht.

Karla nickt bestätigend. Sie hofft ein bisschen was von dieser „deutschen Effizienz“ mit nach Hause nehmen zu können. „Aber von ein bisschen Spontanität oder dem Mut, Dinge auch mal über den Haufen zu werfen, könnten vielleicht auch deutsche Ableitungen profitieren.“ sagt sie mit einem Augenzwinkern. Sie selbst ist noch auf der Suche nach einem Praktikumsplatz. Ihr Deutsch perfekt – fast akzentfrei. „Ich würde so gerne hier in der Region Hannover bleiben. Es gefällt mir hier sehr gut. Und es gibt viele attraktive Unternehmen, die ich gerne kennenlernen würde. Ein Praktikum im Bereich Elektromobilität in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung oder dem Qualitätsmanagement wäre toll.“  

Hiesige Betriebe, insbesondere solche, die auf dem internationalen Parkett spielen, vielleicht sogar in Kolumbien, Mexiko oder Argentinien, die Interesse haben Stipendiaten wie Pedro und Karla im Rahmen eines etwa dreimonatigen Praktikums einzusetzen, können sich an die Prorgrammkoordinatorin der Leibniz Universität Hannover wenden:

 

Rhina Colunge-Peters

Koordination Kooperation mit Lateinamerika,

Hochschulbüro für Internationales, Leibniz Universität Hannover,

Tel: 0511 762 14110,

E-Mail: rhina.colunge-peters@zuv.uni-hannover.de

 

Die Leibniz Universität wird auch in den kommenden Semestern Stipendiaten des Programms empfangen, die auf der Suche nach Praktikumsplätzen in ihren Fachbereichen sind. Übrigens nicht nur bei den Platzhirschen in der Branche. Gerne auch in kleinen oder mittleren Unternehmen in der Region Hannover. Den Hannover gefällt allen Stipendiaten bisher.

Weitere Informationen zum Programm KOSPIE finden sich auf den Webseiten des DAAD.