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DFG-Förderatlas 2021: Mehr als 153 Millionen Euro an Drittmitteln für die Leibniz Universität Hannover

DFG-Förderatlas 2021: Mehr als 153 Millionen Euro an Drittmitteln für die Leibniz Universität Hannover

Spitzenplätze in der Quantenoptik, der Geodäsie und im Maschinenbau

Mehr als 153 Millionen Euro an Drittmittteln hat die Leibniz Universität Hannover von 2017 bis 2019 erhalten. Diese Zahl hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) jüngst in ihrem aktuellen Förderatlas veröffentlicht. Der neue Förderatlas ist der inzwischen neunte Berichtsband, mit dem die DFG auf der Grundlage von mehreren Zehntausend Daten aller großen öffentlichen Forschungsförderer in Deutschland und aus der Europäischen Union seit 1997 alle drei Jahre Kennzahlen zur öffentlich finanzierten Forschung vorlegt. Der Berichtszeitraum umfasst dieses Mal die Jahre 2017 bis 2019. Das Ranking erfasst den Drittmittelerfolg bei der DFG, der Förderung von Forschung und Entwicklung (FuE) des Bundes und des Programms Horizon 2020 der Europäischen Union.

Besonders in ihren international sichtbaren Forschungsschwerpunkten konnte die Leibniz Universität eine große Anzahl öffentlicher Drittmittel einwerben. Hervorzuheben sind die Fachgebiete Produktionstechnik (Maschinenbau) sowie die Physik mit dem Schwerpunkt Optik und Quantenoptik. Im Fachgebiet Maschinenbau und Produktionstechnik liegt die Leibniz Universität Hannover mit 41,4 Millionen Euro deutschlandweit auf Rang 2 der höchsten DFG-Bewilligungen. An dieser Summe hat die Produktionstechnik mit 31,2 Millionen Euro den Löwenanteil. In den Ingenieurwissenschaften insgesamt sichert sich Hannover einen hervorragenden achten Platz im Ranking direkt hinter der TU München.

Im Fachgebiet Physik liegt die LUH mit 23,8 Millionen Euro deutschlandweit auf Platz 7 der höchsten DFG-Bewilligungen. Das darin enthaltene Forschungsfeld Optik, Quantenoptik und Physik der Atome, Moleküle und Plasmen hat mit 20,3 Millionen Euro den größten Anteil an dieser Summe und bringt der Leibniz Universität einen herausragenden ersten Platz für diesen Teilbereich der Physik im Ranking. Im Bereich der optischen Technologien ist die Leibniz Universität extrem forschungsstark - ablesbar auch an den Erfolgen in der Exzellenzinitiative. Die Cluster PhoenixD (Photonics, Optics, and Engineering Innovation - Across Disciplines) und QuantumFrontiers (Light and Matter at the Quantum Frontier wurden 2018 bewilligt. Die aus dem Exzellenzcluster QUEST - Centre for Quantum Engineering and Space-Time Research hervorgegangene QUEST-Leibniz Forschungsschule ist bereits seit Jahren eine herausragende Größe im Bereich der Quantenforschung.

Sehr erfolgreich ist zudem das Forschungsfeld Geophysik und Geodäsie, das den 1. Platz in seiner Gruppe erreicht und im Förderzeitraum 5,6 Millionen Euro eingebracht hat. Das Fachgebiet Geowissenschaften befindet sich auf dem 7. Platz. In den Geistes- und Sozialwissenschaften ist das Forschungsgebiet Wirtschaftswissenschaften mit seinem 7. Platz erstmals in die Top 10 aufgestiegen und wurde mit insgesamt 3,8 Millionen Euro gefördert.

Insgesamt erreicht die Leibniz Universität unter den 40 Hochschulen mit den höchsten DFG-Bewilligungen den Rang 22 (gemittelt für alle Wissenschaftsbereiche). Betrachtet man allein die Ingenieurwissenschaften, erreicht die LUH deutschlandweit Platz 8, bei den Naturwissenschaften kommt sie auf Platz 15. Die DFG wertet zudem aus, wie hoch jeweils das erwartete Bewilligungsvolumen - bereinigt jeweils um Fachspezifika sowie Personalgröße (Professorenschaft) - wäre. Hier erreicht die Leibniz Universität Hannover einen herausragenden 7. Platz.

Im Bereich außerhalb der DFG-Projektförderung erzielt die Leibniz Universität Hannover in einem speziellen Sektor ein besonders gutes Ergebnis - und zwar in der Förderung durch die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF). Hier erreicht die LUH einen Platz in den Top 5 der höchsten Bewilligungssummen. Mit rund 16 Millionen Euro Bewilligungssumme liegt sie auf Platz 4. In diesem Programm werden Forschungskooperationen mit der Wirtschaft (überwiegend kleine und mittlere Unternehmen) gefördert.

https://www.dfg.de/sites/foerderatlas2021/