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Zwei Einladungen zur Nobelpreisträgertagung in Lindau

Zwei Einladungen zur Nobelpreisträgertagung in Lindau

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Dr. Franziska Lübkemann und Maxim Gindele Dr. Franziska Lübkemann und Maxim Gindele Dr. Franziska Lübkemann und Maxim Gindele
© Nils Keppler

Das Ziel ist der Austausch: Wissenschaftlerin und Wissenschaftler der Leibniz Universität Hannover beteiligen sich an international ausgerichteter Konferenz

Großer Erfolg für die Leibniz Universität Hannover (LUH): Dr. Franziska Lübkemann und Maxim Gindele, Naturwissenschaftliche Fakultät, sind beide zur 71. Lindauer Nobelpreistagung eingeladen worden. Beide wurden von Prof. Dr. Paul Heitjans, Institut für Physikalische Chemie und Elektrochemie, als Veranstaltungsteilnehmende vorgeschlagen. Mit der Einladung an beide erging an die LUH die maximal mögliche Zahl an Einladungen für 'Young Scientists'. Die Tagungen finden jährlich in Lindau am Bodensee mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung statt, in diesem Jahr liegt der Fokus auf Chemie: 611 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus 91 Nationen treffen auf rund 30 Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger vergangener Jahre. Sie alle werden sich vom 26. Juni bis zum 1. Juli 2022 austauschen. Neben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern nehmen auch Gäste aus Politik und Wirtschaft sowie Medienvertreterinnen und -vertreter an der Konferenz teil.

Für die LUH nimmt Dr. Franziska Lübkemann, Institut für Physikalische Chemie und Elektrochemie, an der Tagung teil. Sie hat an der LUH Chemie studiert und im Jahr 2020 mit summa cum laude promoviert. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich neben magnetischen Nanopartikeln unter anderem mit Halbleiternanopartikel-basierten Gelnetzwerken, die durch kontrollierte Destabilisierung von stabilen, kolloidalen Halbleiternanopartikellösungen erhalten werden. Außerdem widmet sie sich der automatisierten Herstellung von Elektrodenmaterialien mit Hilfe des Inkjet-Printings. Durch gleichzeitiges Drucken von Nanopartikellösung und Destabilisierungsmittel konnte Dr. Lübkemann Halbleiternanopartikel-basierte Gelnetzwerke auf Elektrodenoberflächen abscheiden, die in anschließenden photoelektrochemischen Experimenten bzw. Analysen angewendet werden. In der Praxis könnte dies später im Chipdesign oder auch im LED-Design Anwendung finden.

Franziska Lübkemann kann bereits zahlreiche Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften vorweisen, einige davon auch als Erstautorin. Während ihrer Studien- und Promotionszeit engagierte sie sich als Sprecherin für das JungChemikerForum der Gesellschaft Deutscher Chemiker, um den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern und um den Horizont der eigenen Forschungsarbeit zu erweitern. Franziska Lübkemann sieht dem Treffen mit Spannung entgegen: "Ich freue mich riesig, die Einladung zum Lindau Nobelpreisträgertreffen erhalten zu haben, um dort in den wissenschaftlichen Austausch mit bedeutenden Chemikern und Chemikerinnen sowie jungen Nachwuchswissenschaftlern und -wissenschaftlerinnen treten zu können. Das wird eine bedeutende Erfahrung für mich sein."

Als zweiter Wissenschaftler der LUH fährt Maxim Gindele nach Lindau. Er promoviert zurzeit am Institut für Anorganische Chemie, hat an der Universität Konstanz Chemie studiert und seine Promotion an der Uni Konstanz im Fast-Track-Programm begonnen. Im Jahr 2019 wechselte er dann im Rahmen seiner Promotion an die LUH. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit Kristallisationsmechanismen von Mineralien. Dabei untersucht er, wie man mittels polymeren Zusätzen eine Kontrolle der Kristallisation, beispielsweise bei der Bildung von Kalk, erzielen kann. Die Erkenntnisse können dann zur Entwicklung von neuen Materialien verwendet werden, beispielsweise in der Form von CO2-neutralem Zement.

"Ich bin sehr dankbar für die Nominierung und freue mich auf die Teilnahme an der Tagung", sagt Maxim Gindele. "Das Treffen bietet eine einzigartige Möglichkeit, Kontakte zu Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der ganzen Welt zu knüpfen. Aus den Gesprächen und Begegnungen wird man sicher vieles mitnehmen können."

Maxim Gindele ist ebenfalls aktives Mitglied des JungChemikerForums der Gesellschaft Deutscher Chemiker und hat dabei unter anderem als Konferenzleiter bei der Organisation des JCF Frühjahrssymposiums 2022 mitgewirkt, eine der größten europäischen Konferenzen von und für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler. Außerdem ist er in der Promovierendenvertretung an der Fakultät für Naturwissenschaften der LUH aktiv.

 

Hinweis an die Redaktion

Für weitere Informationen stehen Ihnen Dr. Franziska Lübkemann unter Telefon +49 511 762 2942 oder per E-Mail unter franziska.luebkemann@pci.uni-hannover.de und Maxim Gindele unter Telefon +49 511 762 2920 oder per E-Mail unter gindele@acc.uni-hannover.de gern zur Verfügung.