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Sozial-/Sonderpädagogik in der beruflichen Bildung im Bachelorstudiengang Technical Education

Sozial-/Sonderpädagogik in der beruflichen Bildung im Bachelorstudiengang Technical Education
(Bachelor of Science)

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Steckbrief
Art des Studiums
grundständig (2-Fächer Bachelor)
Regelstudienzeit
6 Semester
Studienbeginn
Wintersemester
Hauptunterrichtssprache
Deutsch
Besondere Voraussetzungen

Vorpraktikum in der beruflichen Fachrichtung (empfohlen).

Zulassung
Zulassungsbeschränkt
International

Auslandsaufenthalt möglich, aber nicht verpflichtend.

Kurzbeschreibung

Das Studienfach Sozial-/Sonderpädagogik in der beruflichen Bildung wird innerhalb des Studiengangs „Technical Education“ als Zweitfach bzw. Unterrichtsfach angeboten. Als Erstfach wird eine berufliche Fachrichtung studiert. Bitte beachten Sie die Fächerkombinationsmöglichkeiten.

Das Studium bildet als einziger deutscher Berufsschul-Lehramtsstudiengang dieser Art dafür aus, den Unterricht benachteiligter junger Menschen in der beruflichen Bildung erfolgreich zu gestalten.
Dabei handelt es sich meist um Personen, die den Anforderungen an eine berufliche Ausbildung aus unterschiedlichen Gründen nicht gerecht werden. Sie werden darum im Rahmen einer meist einjährigen Berufsvorbereitung, vor allem dem Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) und der Berufseinstiegsklasse (BEK), unterrichtet. Dies sind z.B. Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, Migrantinnen und Migranten oder sozial benachteiligte Jugendliche. Sie sind nach wenig erfolgreichen Schullaufbahnen meist nur noch schwer zu motivieren. Darum werden die Studierenden nicht für ein besonderes Unterrichtsfach wie z.B. Deutsch ausgebildet, sondern studieren das gleichgestellte Fach „Sozial- und Sonderpädagogik in der beruflichen Bildung“.

Damit geht die Ausbildung für eine Lehrerrolle einher, die sich nicht auf bloße Wissensvermittlung beschränkt. Im Bachelorstudium werden vielmehr praxisnahe wissenschaftliche Methoden gelehrt, mit denen die Lebenssituationen junger Menschen verstanden, individuelle Lernstrategien gefördert und weiterführende Perspektiven entwickelt werden können. Damit bereitet das Bachelorstudium einerseits auf das Masterstudium vor. Alternativ soll der Bachelorabschluss auch für Tätigkeiten in der außerschulischen Benachteiligtenförderung qualifizieren.

Schwerpunkte

  • Zielgruppen der beruflichen Benachteiligtenförderung
  • Methoden individueller Förderung
  • Erarbeitung inklusiver Unterrichtsmethoden
  • Verständnis von Lernen, Handeln und Verhalten
  • Umgang mit Gruppen und Unterrichtsstörungen
  • Kennenlernen von Strukturen in der Benachteiligtenförderung
Studienverlauf

Im Verlauf des Studiums werden vier Verständnisebenen erschlossen:

  1. Es geht darum, einzelne junge Menschen in besonderen Lebenssituationen zu verstehen. Dazu werden Methoden von Beratung und Diagnostik vermittelt, mit denen Verhaltensweisen nachvollzogen, Stärken erkannt und berufliche Perspektiven entwickelt werden können.
  2. Es werden Methoden inklusiven Unterrichts erschlossen, die an Förderbedarfen und Lernstrategien einzelner Jugendlicher ansetzen.
  3. Es werden Kenntnisse eines breiten Netzwerks weiterführender und ergänzender Bildungs- und Unterstützungsangebote gelehrt.
  4. Es wird ein Verständnis von sozialer Bildungsungleichheit vermittelt, mit dem die Lebenslagen benachteiligter Jugendlicher auch als gesellschaftliches Problem erkannt werden können.

Dieses mehrdimensionale Professionsverständnis wird von der Reflexion eigener Sichtweisen und Motive begleitet. Zu mehreren Zeitpunkten im Studium werden darum individuelle Einzelgespräche angeboten.
Insgesamt ist der Bachelorstudiengang eher auf die Vermittlung praktischer Methoden und Kenntnisse ausgelegt. Dieses praktische Handlungswissen wird im Masterstudium zunehmend theoretisch und wissenschaftlich fundiert.

Empfohlene Fähigkeiten
  • Soziales Engagement, erwünscht aber nicht zwingend,
  • Vorkenntnisse im sozialen Bereich, erwünscht aber nicht zwingend,
  • Interesse an sozialen Verhältnissen und an einem Verständnis davon,
  • Interesse am Umgang mit jungen Menschen, auch wenn es schwierig wird,
  • Neugierde und Freude am Austausch mit anderen Menschen und Menschenfreundlichkeit.
Tätigkeitsfelder und Berufsmöglichkeiten

Das Studium der Sozial-/Sonderpädagogik in der beruflichen Bildung im Bachelorstudiengang Technical Education vermittelt eher praktisches Handlungswissen, es bereitet auch auf eine Tätigkeit in der außerschulischen Benachteiligtenförderung vor und entwickelt ein Verständnis für das besondere professionelle Umfeld der beruflichen Förderpädagogik und das Agieren in Netzwerkstrukturen. Er ermöglicht bereits eine Tätigkeit an beruflichen Schulen als pädagogischer Helfer, als Lehrkraft für Fachpraxis (sofern die berufliche Qualifikation - Meister oder Techniker vorliegt) oder als Aushilfslehrkraft.

Bewerbung

Zulassungsvoraussetzungen

Einige Fächer im Studiengang Technical Education sind zulassungsbeschränkt (Lebensmittelwissenschaft, Deutsch, Englisch, Politik, Sozial-/Sonderpädagogik in der beruflichen Bildung, Spanisch, Sport), andere sind zulassungsfrei (Bautechnik, Elektrotechnik, Evangelische Religion, Farbtechnik- und Raumgestaltung, Holztechnik, Informatik, Metalltechnik, Chemie, Katholische Religion, Mathematik, Physik).

Die genauen Zugangsvoraussetzungen können Sie der Zugangs- und Zulassungsordnung entnehmen:

Zugangs- und Zulassungsordnung Technical Education

Zugangs- und Zulassungsordnung Technical Education, Merkblatt 

Termine

Bewerbungstermine bei einer Fächerkombination mit mindestens einem zulassungsbeschränkten Fach:

Studienanfängerinnen und Studienanfänger 
(Bewerbung ins 1. Fachsemester - nur zum Wintersemester möglich)

  • aus Deutschland und der EU: 01.06.-15.07. des Jahres
  • aus Nicht-EU-Staaten: 15.04.-31.05. des Jahres

Studienfortsetzerinnen und Studienfortsetzer (Bewerbung in ein höheres Fachsemester)

  • alle: 01.06.-15.07. des Jahres zum Wintersemester
  • alle: 01.12.-15.01. des Jahres zum Sommersemester

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30167 Hannover
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