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3,4 Millionen Euro für die Weiterentwicklung der digitalen Lehre

3,4 Millionen Euro für die Weiterentwicklung der digitalen Lehre

„Stiftung Innovation in der Hochschullehre“ fördert Verbundvorhaben für drei Jahre

Die neue "Stiftung Innovation in der Hochschullehre" fördert das Vorhaben "Co³Learn" über eine Laufzeit von drei Jahren mit insgesamt 3,4 Millionen Euro. Bei dem Verbundprojekt, das die TU Braunschweig gemeinsam mit der Leibniz Universität Hannover und der Georg-August-Universität Göttingen umsetzt, sollen Lösungen entwickelt werden, die die Zusammenarbeit von Studierenden über digitale Angebote ermöglichen und ausbauen. "Co³Learn" startet zum 1. August.

"Wir möchten Lösungen in Form von digitalen Tools und Konzepten für die Zusammenarbeit erproben, begleitend evaluieren und in Fächern verankern. So soll ein Werkzeugkasten für kooperatives und digitales Lehren und Lernen entstehen", erklärt Julius Othmer, einer der drei Projektleiter von "Co³Learn" und Leiter des Projekthauses der TU Braunschweig.

"Das Vorhaben ermöglicht uns, gemeinsam mit Studierenden innovative Tools zur Kollaboration zu identifizieren und hochschulübergreifend zum Einsatz zu bringen", ergänzt Cornelis Kater, der Projektleiter von der Leibniz Universität Hannover. Es schließe wichtige Lücken in der digitalen Zusammenarbeit. "Wir erproben es im Verbund an den drei beteiligten Hochschulen und wollen es später an allen niedersächsischen Hochschulen im Rahmen der Dachinitiative Hochschule.digital Niedersachsen zur Verfügung stellen", sagt Kater.

Dr. Dirk Lanwert, Leiter Digitales Lernen und Lehren der Universität Göttingen, betont, dass die Studierenden und Lehrenden von Anfang an umfassend und verantwortlich eingebunden werden sollen. Deren Anforderungen seien das zentrale Element für die Steuerung des Projekts. "Die Studierenden als Partnerinnen und Partner in dem Projekt haben unglaublich viel zu bieten. Wir setzen darauf, dass es uns gemeinsam gelingt, das Feuer der digitalen Kollaboration an allen niedersächsischen Hochschulen anzufachen. Ein Highlight ist dabei der geplante Studierendenkongress im nächsten Jahr", sagt Lanwert.

Prof. Dr. Lysann Zander vom Institut für Erziehungswissenschaft der Leibniz Universität Hannover wird das Projekt wissenschaftlich begleiten. "Jenseits der Frage danach, ob der entwickelte digitale Werkzeugkasten die Entstehung von Kooperationsnetzwerken zwischen Studierenden tatsächlich fördert, werden wir uns genauer anschauen, wie Studierende die Arbeit mit dieser Toolbox erleben, ob alle oder nur bestimmte Studierende davon profitieren sowie welche Rahmenbedingungen und Methoden der Lehrenden entscheidend sind, damit sie in der Lehre sinnvoll zum Einsatz kommt", erklärt Zander.

Stiftung Innovation in der Hochschullehre

Die "Stiftung Innovation in der Hochschullehre" unter dem Dach der Toepfer Stiftung gGmbH hat die Aufgabe, Innovationen in Studium und Lehre zu fördern, relevante Akteure zu vernetzen und den Wissenschaftstransfer zu unterstützen. Sie wurde von Bund und Ländern 2019 im Rahmen der Vereinbarung "Innovation in der Hochschullehre" auf den Weg gebracht. Jährlich werden auf Dauer 150 Millionen Euro bereitgestellt. In der ersten Förderrunde wurden insgesamt 264 Anträge eingereicht, darunter 216 Einzel- und 48 Verbundanträge. Der Ausschuss zur Projektauswahl stufte 115 Einzel- und 24 Verbundanträge als förderwürdig ein.